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Theaterwerkstatt Bethel

Seit 30 Jahren gibt die Theaterwerkstatt Bethel Menschen, die in den v. Bodel­schwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld wohnen, lernen, arbeiten, betreut werden oder zu Gast sind, Raum und fachliche Unterstützung für ihre Theaterarbeit. Sie fördert gestalterische Initiativen von Menschen, die ihrer Fantasie und Welterfahrung Ausdruck verleihen möchten.

Dabei treffen Mitwirkende verschiedener Lebensbereiche aufeinander: Alte und Junge, Behinderte und Nichtbehinderte, Lernende und Lehrende, Kranke und Behandelnde, in die Gesellschaft Etablierte und sozial Abhängige, professionelle und in ihrer Freizeit agierende, deutsche und ausländische Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten.

Die Theaterwerkstatt kooperiert mit Partnern in verschiedenen Bereichen Bethels und anderer Träger. Sie bildet mit der Erarbeitung von öffentlichen und teilöffentlichen Aufführungen eine Schnittstelle für das kulturelle Leben in Bethel und zum regionalen sowie überregionalen Gemeinwesen.

Wichtigster Auftrag der Theaterwerkstatt Bethel ist, kulturelle Barrieren aufzuweichen und selbstbestimmt neue Wege zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu finden. Für alle, immer wieder von neuem. Die Theaterwerkstatt Bethel bietet Raum und fachliche Unterstützung, um selbstbestimmt das eigene schöpferische Potential zu entdecken und gemeinsam mit anderen zu entfalten. Sie ist ein Übungsfeld für künstlerisches Handeln. Die schöpferischen Prozesse basieren auf partnerschaftlichem und gleichberechtigtem Umgang miteinander. Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen werden als autonome und gleichberechtigte Partner respektiert.

Individuelle Entwicklung geschieht durch Entfaltung von Kreativität, Spontaneität und damit verbunden ein Ausdehnen des Rollenrepertoires und der Rollenflexibilität. Darüber hinaus geht es um Stärkung des Körperbewusstseins und der Wahrnehmungsfähigkeit, um das Gelingen einer erfüllten Alltagsgestaltung u.a. durch sensibilisierte Wahrnehmung und um Verwirklichung von Gemeinschaft. Es geht um die Haltungsänderung bei Betroffenen als auch bei Mitarbeitenden. Wechselseitiges Lernen vollzieht sich in der Theaterwerkstatt in gemeinschaftlicher Arbeit und gemeinsamen Themen und Ausdrucksformen und schließt eine Weiterentwicklung persönlicher Kompetenzen aller Beteiligten mit ein.