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Wer war Reinhard Beyth?

Foto Stolperstein Reinhard Beyth

Der epilepsiekranke Reinhard Beyth wurde Opfer einer Sonderaktion der Nationalsozialisten zur Vernichtung aller jüdischen Patienten. Das Haus Ophra war der letzte Ort, an dem sich der damals 17-jährige Reinhard Beyth freiwillig aufhielt. Per staatlicher Anordnung wurde er am 21. September 1940 zunächst in die Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf verlegt, sechs Tage später folgte die Deportation in die Tötungsanstalt in Brandenburg an der Havel. Dort wurde der Jugendliche noch am selben Tag ermordet.

Um an sein Schicksal zu erinnern, liegt ein Stolperstein des Kölner Künstlers Gunter Demnig im Pflaster deutlich sichtbar im Eingangsbereich des heutigen Hauses Ophra der von Bodelschwinghschen Stiftungen in Eckardtsheim.

Zeichen setzen

Um ein sichtbares Zeichen an die Opfer des Nationalsozialismus in Eckardtsheim zu setzen und an sie zu erinnern, wurde bereits 1989 am Portal der Eckhardtsheimer Kirche ein Kreuz zum Gedenken an die Opfer angebracht.

„Gedenket derer, die unter uns lebten und nur, weil sie anders waren, zwischen 1933 bis 1945 erniedrigt, ermordet, verscharrt wurden. Herr erbarme Dich.“


Im Dezember 1992 erfolgte der Beschluss, die Einrichtung Fichtenhof 2 in Reinhard-Beyth-Haus umzubenennen. Am 19. Mai 1993 erfolgte die offizielle Umbenennung. Heute erinnert eine Tafel im Eingangsbereich des Reinhard-Beyth-Hauses an den Ursprung der Namensgebung und die Lebensgeschichte von Reinhard Beyth.

Weitere Informationen über Reinhard Beyth (PDF, 121 KB)