Gebal

"Hilfe zur Selbsthilfe"

Gebal steht für „Gevelsberger und Ennepetaler  Beratung und Arbeitsgelegenheiten“ und gehört gemeinsam mit der Homborner Werkstatt und den Tagesgestaltenden Angeboten zum Hilfefeld „Arbeit und Beschäftigung“.

Die Gebal ist langjähriger verlässlicher Partner des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) und des regional zuständigen Jobcenter EN. Im Auftrag dieser Kostenträger, teilweise ergänzt durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF), führen wir seit Jahren mit Erfolg verschiedene Arbeitsmarktprojekte (darunter als einziger Träger im Ennepe-Ruhr-Kreis die „Hilfe zur Arbeit“) und Integrationsmaßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen durch.

Langzeitarbeitslose Menschen mit verschiedenartigen sozialen Schwierigkeiten, arbeitslose Jugendliche, Menschen mit einer Behinderung, ältere Menschen, Migranten/innen, psychisch erkrankte Menschen und Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen – sie alle brauchen berufliche Perspektiven und die Chance auf soziale Teilhabe.

Unterstützung bei der (Wieder-)Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt erhalten sie bei der Gebal durch gezielte, auf den individuellen Bedarf ausgerichtete Angebote zur Verbesserung der beruflich-fachlichen und persönlichen Fertig- und Fähigkeiten, zur Stärkung des Selbstvertrauens und zum Erkennen und zum Ausbau der eigenen Stärken. Neben sinnvoller Arbeit und Beschäftigung bieten wir unseren Teilnehmenden je nach konzeptioneller Ausrichtung eines Projekts die Erstellung eines Stärkenprofils, fachliche und begleitende Qualifizierungen unterschiedlicher Art und gezieltes Bewerbungstraining sowie Unterstützung beim Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt (Jobcoaching).

Die Gebal bietet aktuell im Schwerpunkt Maßnahmen und Projekte auf der Basis unterschiedlicher Rechtsgrundlagen an:

  • Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung nach § 16d SGB II
  • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1, Satz 1 SGB III
  • Förderprogramm "Öffentlich geförderte Beschäftigung/Sozialer Arbeitsmarkt" von April 2015 des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) NRW und der ESF-Förderrichtlinie 2014-2020 sowie § 16e SGB II

 

Arbeit und Beschäftigung sowie persönliche Qualifizierungen erfolgen in den verschiedenen Arbeits­angeboten. Die Gebal verfügt neben Werk­stätten, Schlosserei und Kompetenz­zentrum mit Computer­raum am Standort Gevelsberg über einen weiteren Projekt­standort im Industrie­museum in Ennepe­tal und unterstützt die Stadt Ennepe­tal im Info-Point am Bus­bahnhof. Im Rahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung erhalten langzeit­arbeitslose Menschen einen sozial­versicherungs­pflichtigen (durch das Jobcenter sub­ventionierten) Arbeits­vertrag, werden im Bereich Produktion/Industrielle Fertigung qualifiziert und durch einen Job­coach beim Übergang in eine Arbeits­verhältnis des allgemeinen Arbeits­marktes unterstützt.

 

Um passgenaue Über­gänge in Arbeit zu gestalten, arbeiten wir eng mit den Akteuren des regionalen Arbeits­markts, Betrieben und Arbeit­gebern aus Hand­werk und Industrie sowie den örtlichen Bildungs- und Beschäftigungs­trägern zusammen.

 

Die Gebal ist seit Ende 2012 nach § 178 SGB III und AZAV zertifiziert.

 

Bekannt ist die Gebal über die Stadt­grenzen hinaus durch die Kunst­produkte aus der Schlosserei.

 

Personal

Die Gebal verfügt über ein multiprofessionelles Team, bestehend aus Fachpersonal zur Anleitung, Qualifizierung und pädagogischen Begleitung der Zielgruppen. Hierzu zählen neben Arbeitsanleitern/innen mit Fachausbildung - in der Regel aus dem Handwerk mit z. T. sonderpädagogischer Zusatzqualifikation  - Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagogen/innen, ein Jobcoach und Verwaltungskräfte.

Arbeitsangebote

  • Kunstschlosserei
    (Herstellung eigener Metallkunstwerke)
  • Dienstleistungsbereich
    (Wohnungsauflösungen, Garten- und Landschaftspflege, Renovierungen im Rahmen gemeinnütziger Tätigkeiten)
  • Trainingswerkstatt 
    (für Maßnahmen mit produktionsorientiertem Schwerpunkt)
  • Produktionsbereich
    (im Rahmen öffentlich geförderter Beschäftigung)
  • Bauwesen
    (Umbau und Restaurierungsarbeiten im und am Industriemuseum in Ennepetal)

 

Sonstige Inhalte und Maßnahmen können sein:

  • Festigung einer arbeitsrelevanten Tagesstruktur
  • Vermittlung in Praktikumsstellen
  • Bewerbungs- und Vermittlungscoaching
    (Unterstützung beim Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt)
  • soziale und Lebensberatung
  • Möglichkeit der Erprobung verschiedener Tätigkeiten bei Bethel.regional
  • Vermittlung in flankierende Angebote nach § 16a SGB II